Untergang der Maya

Der Zerfall des Maya Reiches fällt in die Klassische Periode und fand ca. 800 bis 900 nach Chr. statt. Bisher sind sich die Archäologen nicht einig woran es lag. Es gibt zwei Theorien, einmal die ökologische und dann die nicht ökologische.

Für die nicht ökologische Theorie gibt es verschiedene Kategorien z. B. Überbevölkerung, feindliche Invasion, Bauernrevolte oder Zerfall der Handelsrouten.

Die ökologische Hypothese beinhaltet dagegen den Zusammenfall des Maya-Reiches durch ein ökologisches Desaster. Klimawechsel, über Jahrzehnte ausgefallene Ernten, Hungersnot, Seuchen werden inzwischen als wahrscheinlichste Ursache für den Zerfall des Maya-Reiches angesehen.

 

Was war nach dem Zerfall

Während der Nachklassischen Periode der mittelamerikanischen Hochkultur von ca. 1000 n. Chr. bis zur spanischen Invasion um 1600 n. Chr. gab es die Maya weiterhin, aber sie hatten keinen Einfluss mehr und ihr Reich war zerfallen.

Ende 1000 n. Chr. erschienen die Tolteken, die aus Tula vertrieben wurden im Mayagebiet von Yucatán und beeinflussten die zukünftige Entwicklung der Maya wesentlich. Einige Stadtstaaten des Mayareiches überlebten im südlichen Hochland, wie z. B. K'iche' Königreich von Q'umarkaj, bekannt durch die Mythologie des Popol Vuh oder Huehuetanango. Einige Städte blühten auf, wie z. B. Chichen Itzá, Uxmal und Edzná.

Die Maya lehnten die bestehenden Dynastien in Chichen Itzá und Uxmal jedoch ab und es kam um 1650 n. Chr. zu einer Revolte. Danach degenerierte der gesamte Staat in kleinere Stadtstaaten bis die Spanier Yucatán eroberten. Es dauerte ca. 170 Jahre bis die spanischen Eroberer sämtliche Stadtstaaten der Maya kontrollierten. Die Spanier zerstörten viele historische Dokumente der Maya. Spanische Quellen besagen, dass die letzten größeren Siedlungen der Maya zerstreute Unterkünfte waren, die sich um einen Tempel und Palast der regierenden Dynastie gruppierten, welche nicht mehr adlig war.